Rechtsextremismus und Familie

Aktuelles aus dem Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention


Rechtsextremismus als Bedrohung ernst nehmen!


23.07.2020 +++ Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Rechtsextremismusprävention zum Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus

Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, die antisemitischen und rassistischen Terroranschläge in Halle und Hanau haben auf erschreckende Weise unterstrichen, dass die Entwicklung des Rechtsextremismus in Deutschland mehr als besorgniserregend ist.

Die Einsetzung des Kabinettsausschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus war deswegen ein wichtiger Schritt. Als Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention fordern wir den Kabinettsausschuss auf, eine Gesamtstrategie Rechtsextremismusprävention zu entwickeln und umzusetzen. Dazu gehört unter anderem, dass mit einem Demokratiefördergesetz die wichtige Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen endlich verstetigt und finanziell abgesichert wird.

Der Kabinettsausschuss muss bei seinen Beratungen auf die Expertise und Erfahrung von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Fachträgern zurückgreifen. Das Forderungs-Papier des KompRex ist ein Beitrag dazu. Das Papier wurde am 10.07.2020 an die Mitglieder des Kabinettsausschusses geschickt.

Das Forderungs-Papier können Sie hier herunterladen.

 

-------------------------------------------------------------------------------

Aktuelle Fortbildung


Kompetenz und Professionalität: Diskriminierungssensibel beraten


Datum: 14.9.-16.9.2020

Seminarzeiten:

  • Montag, 14.9.2020: 13:30 – 18.00
    (12:30 Start mit gemeinsamen Mittagessen)
  • Dienstag, 15.9.2020: 9.00 – 18.00
  • Mittwoch, 16.9.2020: 9.00 – 16.30

Ort: Jugendbildungsstätte LidiceHaus Bremen

Inhalt:
In unserer Arbeit sind wir mit der Lebenswelt unterschiedlichster Menschen konfrontiert. Ob wir der Vielfalt unserer Klient*innen gerecht werden, ob es uns gelingt, Klient*innen zu stärken, statt Ausgrenzungs- und Abwertungserfahrungen zu reproduzieren, das hängt auch davon ab, welche „Brille“ wir jeweils im Kontakt aufhaben. Glauben wir an Ressourcen, meinen wir es besser zu wissen, akzeptieren wir eigene Wege der Klient*innen, kennen wir unsere eigenen Standpunkte und haben einen reflektierten Umgang damit, erkennen wir Schilderungen von Diskriminierungserfahrungen, wissen wir, wie wir reagieren können?

Als Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind wir aufgefordert, uns selbst nicht diskriminierend zu verhalten und die Beratungsnehmenden z.B. auch hinsichtlich erlebter Diskriminierungen gut zu beraten. Ganz entscheidend hat die Ausgestaltung und Wirkung des Beratungskontakts aber mit uns selbst zu tun.

Wir wollen die bestmöglichsten Angebote für unsere Klient*innen machen. Diskriminierungs-sensibilität innerhalb des eigenen Beratungshandelns ist ein Merkmal von Professionalität. Dieses Seminar bietet die Möglichkeit einer zusätzlichen Qualifizierung im Themenbereich Diskriminierung und Beratung im Kontext Rechtsextremismus. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle zielt auf die Stärkung eines verantwortungsvollen und professionellen Handelns als Fachkraft.

Zielgruppe:
Mitarbeitende der Rechtsextremismusprävention und/ oder Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, die im Themenfeld Rechtsextremismus und Familie interessiert sind, einen Schwerpunkt haben oder Probleme wahrnehmen

Voraussetzungen:
Erfahrungen und Arbeitsschwerpunkte in der Beratung im Themenfeld Rechtsextremismus und Familie

Inhalte des Moduls:

  • Einführung in diskriminierungssensible Perspektiven
  • Diskriminierung in der Beratung – erkennen und vorbeugen
  • Soziale Kategorien und Identitäten zwischen Verfestigung und Auflösung
  • Möglichkeit zur Reflexion von eigenen Beratungen
  • Arbeiten mit Hypothesen
  • Kennenlernen eines Modells zur Analyse von Situationen in der Beratung (TOZ)
  • Reflexion mehrdimensionaler Perspektiven in der Beratung: eigene Rolle, Verantwortung, Teamzusammensetzung, Positionierung der Ratsuchenden, Fokus der Beratung

Ziele des Moduls:

  • Sensibilität für die Funktionen und Wirkweisen von Diskriminierung
  • Kennen und Reflektieren der eigenen Position als Beratende
  • Diskriminierungssensible Gestaltung der eigenen Beratung

Referentin: 
Dr. Eva Georg | BeratungsNetzwerk Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus/Universität Marburg; Werkstatt für Demokratieförderung e.V.

Teilnahmebeitrag
350 Euro inkl. Einzelzimmer und Vollverpflegung

Teilnehmendenzahl: 15

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis zum 28.08.2020 in der Fortbildungsdatenbank der Kinder- und Jugendhilfe im Land Bremen an.

***
Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen statt. Die Teilnehmenden werden individuell informiert, falls sich coronabedingt Planänderungen ergeben.

Um die gebotene Abstandsregel einzuhalten, haben wir für jeden Seminarraum in unseren Häusern eine maximale Belegungszahl ermittelt. Die Seminare und Module werden den Hygiene- und Abstandsregeln entsprechend von uns geplant. Die Hygienemaßnahmen des LidiceHauses finden Sie in jeweils aktueller Fassung auf der Webseite der Jugendbildungsstätte.

Ausschlussklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die durch demokratie-, menschen- oder verfassungsfeindliche Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen. Hierzu zählen insbesondere Personen, die neo-nazistischen , extrem rechten oder sonst extremistischen Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten oder sonst einer extremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, homosexuellen- oder transfeindliche Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind. Jegliche Film-, Ton- und / oder Videoaufnahmen sind nicht erlaubt.